Blick vom Käppele über den Main auf die Altstadt, gerahmt von Ahornlaub

Romantische Restaurants in Würzburg: drei Abende zu zweit

Bild: Daniel Werner (eigene Aufnahme)

Wer in Würzburg ein romantisches Restaurant sucht, sucht eigentlich einen ganzen Abend. Hier stehen drei davon, mit Essen und dem Weg danach: zwei mit Blick über die Stadt für schönes Wetter, dazu eine Fassung für den Sonntagmittag, und einer im Weinkeller für den Tag, an dem es regnet. Mit den Öffnungstagen, die man vorher kennen muss.

Bei schönem Wetter: Zeit am Stein und terroir f

Ein Glas mit hellem Wein im Vordergrund, dahinter unscharf ein Teller mit geröstetem Brot und dünn aufgelegtem Fleisch

Foto: Daniel Werner (eigene Aufnahme)

Ein Glas vom Weingut am Stein im Zeit am Stein.

Das Zeit am Stein liegt oben in den Weinbergen des Weinguts am Stein, mit Blick über die Stadt. Gekocht wird regional und saisonal, viele Gerichte sind zum Teilen gedacht, und im Glas steht der Wein des Weinguts. Man muss kein Menü nehmen, auch ein Glas Wein mit ein paar Tellern zum Teilen ist ein Abend.

Nach dem Essen sind es gut 500 Meter durch die Reben zum terroir f am Stein. Das ist ein Balkon, der über die Rebzeilen hinausragt, dahinter stehen dreizehn Stelen mit Texten über Wein, von Goethe bis Hermann Hesse. Frei zugänglich, ohne Eintritt. Wer erst nach Einbruch der Dunkelheit hochgeht, denkt an eine Lampe, es geht durch den Weinberg.

Die Reihenfolge lässt sich auch umdrehen: Am späten Nachmittag steht die Sonne im Rücken und die Altstadt liegt im Licht. Wer freitags kommt, kann ab 15 Uhr erst hinauf zum terroir f und danach essen. Wann die Sonne untergeht, steht für jeden Monat im Ratgeber Sonnenuntergang in Würzburg.

Geöffnet ist nur an vier Tagen: donnerstags ab 17 Uhr, freitags ab 15 Uhr, samstags ab 11.30 Uhr, jeweils bis 22 Uhr, und sonntags von 11.30 bis 18 Uhr. Montag bis Mittwoch ist zu. Zurück in die Altstadt sind es knapp zwei Kilometer zu Fuß.

Mit Blick vom Nikolausberg: Nikolaushof und Käppele

Über das Dach einer Wegkapelle hinweg auf Würzburg

Foto: Daniel Werner (eigene Aufnahme)

Vom Käppele über das Dach einer Wegkapelle auf die Altstadt.

Der Nikolaushof liegt am Johannisweg auf dem Nikolausberg, oberhalb der Stadt. Die Küche nennt sich fränkisch und international, dazu gibt es viel Frankenwein. Von der Panoramaterrasse schaut man auf die Altstadt. Auf der Terrasse gilt Selbstbedienung, bedient wird im Restaurant, und genau das reserviert man für einen Abend zu zweit.

Das Haus bietet dafür zwei Zeitfenster am Abend an: „Early Bird“ von 17.30 bis 19.45 Uhr und „Sunset“ ab 20 Uhr. Wer den Blick noch im Hellen haben will, nimmt im Herbst das frühe.

Nach dem Essen sind es rund 200 Meter zum Käppele, der Wallfahrtskirche von Balthasar Neumann. Von dort schaut man hinüber zur Festung Marienberg, von einer Seite, die auf keiner Postkarte ist. Wer lieber zu Fuß hinaufkommt als mit dem Auto, nimmt vorher den Stationsweg und hat den Spaziergang schon vor dem Essen.

Wann offen ist, hängt an der Jahreszeit: Von Juni bis September dienstags bis sonntags, von Oktober bis April mittwochs bis sonntags, im Januar sind Betriebsferien. Einzelne Tage sind wegen privater Feiern geschlossen, die aktuelle Woche steht auf der Seite des Hauses. Vorher nachsehen lohnt sich hier mehr als anderswo.

Am Sonntagmittag: Nikolaushof und Frankenwarte

Das Gelände vor der Frankenwarte mit Bänken unter alten Bäumen

Foto: Daniel Werner (eigene Aufnahme)

Die Frankenwarte mit Turm und Warthaus, davor der Park unter alten Bäumen.

Dieselbe Adresse funktioniert auch mittags. Am Wochenende und an Feiertagen wird ab 12 Uhr bedient, und danach hat man den Nachmittag für den Park. Im Sommer ist das Restaurant mittags nur bis 14 Uhr offen, also rechtzeitig kommen.

Vom Nikolaushof sind es 1,3 Kilometer zur Frankenwarte, zu Fuß gut zwanzig Minuten. Der Aussichtsturm von 1894 steht in einem Park von 61 Hektar, und von oben sieht man über die Stadt und ins Maintal. Der Turm kostet einen Euro, und das Drehkreuz nimmt nur eine Münze. Offen ist er von April bis September von 8 bis 19 Uhr, von Oktober bis März von 9 bis 16 Uhr. Das Gelände drumherum ist frei zugänglich.

Wer ein unberührtes Waldstück erwartet, sollte eines wissen: Auf dem Gelände stehen mehrere Sendemasten. Den Blick stört das nicht.

Wenn es regnet: Keller und Weinstube im Bürgerspital

Innenhof des Bürgerspitals mit Arkaden und Bäumen, davor leere Tische der Weinstube

Foto: Xocolatl (Public domain) Zugeschnitten und in der Größe geändert.

Der Innenhof des Bürgerspitals an der Theaterstraße, im selben Haus liegen Keller und Weinstuben.

Bei Regen verlegt man den Abend unter die Erde. Das Bürgerspital in der Theaterstraße bietet freitags um 17 Uhr das Keller-Schlendern an: anderthalb Stunden durch den Edelstahlkeller und die Schatzkammern, drei Weine unterwegs, 22 Euro pro Person. Jeder Termin wird einzeln gebucht.

Gegen halb sieben ist man wieder oben, und die Bürgerspital Weinstuben liegen im selben Haus. Sie haben jeden Tag von 11 bis 24 Uhr geöffnet. Man geht also vom Keller direkt an den Tisch, ohne noch einmal nass zu werden.

Wer an einem Samstag kommt: Der Staatliche Hofkeller unter der Residenz führt von März bis Dezember samstags stündlich von 11 bis 17 Uhr durch seinen Keller, freitags um 16 und 17 Uhr, 45 Minuten für 13 Euro. Die Führung muss vorher gebucht werden, Treffpunkt ist der Frankonia-Brunnen vor der Residenz. Von dort sind es gut fünf Minuten zu Fuß zu den Bürgerspital Weinstuben. Welche Weinprobe sich für welchen Abend eignet, steht im Ratgeber zur Weinprobe.

Was man vorher klären sollte

Reservieren, und zwar bei allen drei. Das Zeit am Stein und der Nikolaushof nehmen Reservierungen über ihre Seiten an, die Keller-Führungen gibt es nur mit Buchung.

Die Öffnungstage passen nicht zueinander. Montags hat keines der beiden Häuser auf dem Berg offen, das Zeit am Stein zusätzlich dienstags und mittwochs nicht. Wer unter der Woche einen Abend plant, landet am ehesten im Bürgerspital.

Alle Zeiten sind am 15.09.2026 auf den Seiten der Häuser nachgelesen. Sie ändern sich mit der Saison, und der Nikolaushof schließt an einzelnen Tagen für Feiern.

Die genannten Orte bei uns

  • Festung Marienberg: Die Burg über der Stadt, mit dem besten Blick auf Würzburg und dem Museum für Franken. Kernburg zurzeit wegen Bauarbeiten gesperrt.
  • Käppele: Die Wallfahrtskirche über der Stadt, gebaut von Balthasar Neumann. Der Stationsweg hinauf ist der eigentliche Grund hinzugehen.
  • Frankenwarte: Aussichtsturm von 1894 auf dem Nikolausberg, in einem 61 Hektar großen Park über der Stadt.
  • Bürgerspital: Bürgerstiftung von 1316, die bis heute Altenpflege betreibt und dafür eines der ältesten Weingüter Deutschlands bewirtschaftet.

Woher die Zahlen kommen: Öffnungszeiten und Zeitfenster: zeitamstein.de, nikolaushof.com und buergerspital-weinstuben.de, alle abgerufen am 15.09.2026. Keller-Schlendern: buergerspital.de, abgerufen am 03.09.2026. Kellerführungen im Hofkeller: hofkeller.de, abgerufen am 30.08.2026. Turm und Park der Frankenwarte sowie terroir f: eigene, geprüfte Ortsdatensätze. Fußwege über routing.openstreetmap.de, OSRM auf OpenStreetMap-Daten (ODbL), am 15.09.2026. Zuletzt geprüft am 15.09.2026.

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Die Orte im Überblick

Dieselben Orte wie im Text, mit Bild und den wichtigsten Angaben.

Weg durch die Weinberge am Stein mit Blick auf Würzburg

terroir f Würzburg am Stein

Ein Balkon über den Reben am Würzburger Stein, mit dreizehn Stelen zu Dichtern, die über Wein geschrieben haben.

Die Doppeltürme des Käppele mit den geschweiften Hauben, darunter die Fassade mit der Marienfigur in der Nische

Käppele

Die Wallfahrtskirche über der Stadt, gebaut von Balthasar Neumann. Der Stationsweg hinauf ist der eigentliche Grund hinzugehen.

60 Min Hund ok Mit Kindern
Der Turm der Frankenwarte über dem Staffelgiebel des Warthauses, Bruchstein mit hölzernem Aussichtsgeschoss

Frankenwarte

Aussichtsturm von 1894 auf dem Nikolausberg, in einem 61 Hektar großen Park über der Stadt.

60 Min Hund ok Mit Kindern
Rosenbachpalais am Residenzplatz, Verwaltung und Vinothek des Staatlichen Hofkellers

Staatlicher Hofkeller Würzburg

Weinkeller unter der Residenz, das Weingut geht auf eine Urkunde von 1128 zurück. Führungen freitags und samstags, Vinothek werktags.

45 Min

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