Residenz Würzburg mit Hofgarten
Das Schloss der Fürstbischöfe, UNESCO-Welterbe, mit dem größten Deckenfresko der Welt. Hofkirche und Hofgarten daneben kosten nichts.
Das Wichtigste auf einen Blick
| Adresse | Residenzplatz 2, 97070 Würzburg |
|---|---|
| Geöffnet | April bis Oktober täglich 9 bis 18 Uhr, Kassenschluss 17.15 UhrNovember bis März täglich 10 bis 16.30 Uhr, Kassenschluss 16 UhrGeschlossen am 1. Januar, an Faschingsdienstag sowie am 24., 25. und 31. DezemberDie Hofkirche ist zu denselben Zeiten zugänglich, während Gottesdiensten und Trauungen nichtHofgarten täglich bis zum Einbruch der Dunkelheit, längstens bis 20 Uhr |
| Ruhetag | Geschlossen am 1. Januar, Faschingsdienstag sowie am 24., 25. und 31. Dezember |
| Eintritt | 10 Euro regulär, 9 Euro ermäßigt und für Gruppen ab 15 PersonenKinder und Jugendliche bis 18 Jahre freiHofkirche und Hofgarten kostenlosJahreskarte der Bayerischen Schlösserverwaltung 55 Euro, für zwei Erwachsene mit Kindern 100 Euro. Mehrtagesticket für 14 Tage 40 beziehungsweise 80 Euro, gilt für über 40 Objekte in ganz Bayern |
| Anfahrt | Straßenbahn bis Residenzplatz oder Dom, von dort wenige Minuten zu Fuß. Vom Hauptbahnhof sind es rund zwanzig Minuten zu Fuß durch die Altstadt. Von April bis November hält vor der Residenz die Kulturlinie 9, die alle dreißig Minuten zur Festung fährt. |
| Parken | Der Parkplatz an der Residenz hat 373 Plätze, dazu drei Behindertenparkplätze direkt vor dem Eingang. Alternativ das Parkhaus Theater ein paar Minuten entfernt. |
| Anreise | Route planen bei Google Maps, ab Ihrem Standort |
| Zeit einplanen | etwa 90 Minuten |
| Barrierefrei | ja |
Geprüft am 13.09.2026, Quelle: Öffnungszeiten, Schließtage und Eintrittspreise 2026 nach residenz-wuerzburg.de, Bayerische Schlösserverwaltung, abgerufen am 13.09.2026. Angaben zum Hofgarten von derselben Seite.
Warum sich das lohnt
Die Residenz ist der Grund, warum Würzburg auf der UNESCO-Welterbeliste steht. Über dem Treppenhaus liegt das größte zusammenhängende Deckenfresko der Welt, gemalt von Giovanni Battista Tiepolo. Es ist einer der wenigen Räume, bei denen sich das Wort überwältigend nicht abgenutzt anfühlt: Man steht unten, geht die Treppe hoch, und das Bild wandert mit.
Das Gewölbe darunter hat Balthasar Neumann gebaut, ohne Stütze über zwanzig Meter Spannweite. Es hat den 16. März 1945 überstanden, während über ihm das Dach brannte und die halbe Stadt in Trümmern lag. Wer wissen will, warum Neumann in Würzburg an jeder zweiten Ecke auftaucht, sieht sich diese Decke von unten an.
Der Rundgang führt durch über vierzig Räume, darunter der Kaisersaal, das Spiegelkabinett und die Staatsgalerie mit venezianischer Malerei. Ohne Führung braucht man dafür etwa eine Stunde, mit anderthalb. Eine Pflicht zur Führung gibt es nicht, alle Räume lassen sich auch allein ansehen.
Der Hofgarten hinter dem Schloss ist ein eigener Grund herzukommen, auch ohne Karte für die Prunkräume. Neun Hektar, angelegt ab 1720 und ab 1770 unter dem Hofgärtner Johann Prokop Mayer zu dem ausgebaut, was heute noch steht: Ostgarten und Südgarten im Rokoko, symmetrisch, mit Formobstbäumen und Kübelpflanzen, begrenzt von der alten Festungsmauer der Stadt.
Heißt die Residenz auch Schloss Würzburg?
Gemeint ist fast immer dasselbe Gebäude. Die Residenz ist ein Schloss, das Stadtschloss der Würzburger Fürstbischöfe, gebaut ab 1720 von Balthasar Neumann. Nur genannt wird sie so gut wie nie: In Würzburg sagt jeder "die Residenz", und auf keinem Schild in der Stadt steht "Schloss".
Wer nach einem Schloss in Würzburg sucht, landet also hier richtig. Zwei Ziele daneben tragen den Namen dafür wirklich:
* Das Schloss Veitshöchheim mit seinem Rokokogarten, zwölf Bahnminuten flussabwärts. Es war der Sommersitz derselben Fürstbischöfe. * Die Festung Marienberg über der Stadt, ihre Residenz davor. Eine Burg, kein Schloss, aber sie war 500 Jahre lang die Adresse.
Dazu kommen Schloss Grumbach in Rimpar und das Wasserschloss Erlach bei Ochsenfurt, beide im Landkreis.
Was man vorher wissen sollte
Der Hofgarten kostet keinen Eintritt und hat länger geöffnet als die Residenz selbst: täglich ab 8 Uhr bis zum Einbruch der Dunkelheit, längstens bis 20 Uhr. Wer abends ankommt und die Prunkräume nicht mehr schafft, hat trotzdem etwas davon. Dasselbe gilt für die Hofkirche, auch sie ist frei, geschlossen nur bei Gottesdiensten und Trauungen.
Umgekehrt gilt: Wer die Prunkräume sehen will, sollte nicht nach 16 Uhr kommen. Der Kassenschluss liegt im Sommer 45 Minuten vor Schließung, im Winter 30 Minuten.
Die Führungen sind im Eintritt enthalten und starten auf Deutsch zu jeder vollen und halben Stunde, auf Englisch täglich um 11 und um 15 Uhr. Sie dauern bis zu 45 Minuten. Extra kosten nur die buchbaren Themenführungen, und die muss man sechs Werktage vorher anfragen.
Zur Barrierefreiheit, weil die Angaben dazu meistens fehlen: Der Zugang ist stufenlos über eine Rampe mit 9,3 Prozent Steigung, der Aufzug misst 130 mal 120 Zentimeter, die Türen sind mindestens 90 Zentimeter breit. Links neben dem Eingang zum Hofgarten steht ein Tastmodell. Was fehlt: ein Blindenleitsystem, ein Audioguide und eine Induktionsschleife. Im Hofgarten sind die Wege befestigter Kies, die Wege nach oben übersteigen 6 Prozent Steigung.
Wer mehrere Schlösser in Bayern besuchen will, rechnet die Jahreskarte durch. Sie kostet fünfeinhalb Residenzbesuche und gilt für über vierzig Objekte.
Bilder: Weinig1 (CC BY-SA 4.0) · Daniel Werner (eigene Aufnahme) Zugeschnitten und in der Größe geändert.
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Die fünf Orte, die man gesehen haben sollte, in einer sinnvollen Reihenfolge.
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