Käppele
Die Wallfahrtskirche über der Stadt, gebaut von Balthasar Neumann. Der Stationsweg hinauf ist der eigentliche Grund hinzugehen.
Vom Dom bis zur Wallfahrtskirche über der Stadt.
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Die Wallfahrtskirche über der Stadt, gebaut von Balthasar Neumann. Der Stationsweg hinauf ist der eigentliche Grund hinzugehen.
Spätgotische Kirche mitten auf dem Marktplatz, mit Kramläden in der Außenwand, einem Riemenschneider-Grabmal und der Gedenkplatte für Balthasar Neumann.
Neuromanische Kirche mit weithin sichtbaren Doppeltürmen in der Sanderau, im Volksmund der Sanderauer Dom.
Die Bischofskirche mitten in der Fußgängerzone, außen romanisch, innen eine Mischung aus tausend Jahren.
Barocke Kirche direkt neben dem Dom, mit der Kiliansgruft und dem Lusamgärtchen, wo an Walther von der Vogelweide erinnert wird.
Die evangelische Kirche direkt bei der Residenz, die Würzburger nur die Batman-Kirche nennen, wegen ihrer zwei schlanken Turmspitzen.
Ehemalige Dominikanerkirche am Dominikanerplatz, seit 1813 den Augustinern überlassen, mit dem Chorbild "Das himmlische Jerusalem".
Klosterkirche der Franziskaner in der Altstadt, die älteste Ordensniederlassung dieser Art in Deutschland.
Romanische Kirche im Mainviertel, deren Chor über eine Straße reicht, benannt nach dem ersten Würzburger Bischof.
Barocke Pfarrkirche am Peterplatz in der Sanderau, mit Rokokokanzel und einer Orgel mit Surroundklang.
Barocke Kuppelkirche von Antonio Petrini an der Bahnhofstraße, mit einem Kreuzigungsbild, das Tintoretto zugeschrieben wird.
Barocker Zentralbau von Balthasar Neumann, errichtet 1728 bis 1730 als Kirche der Benediktinerpropstei, heute Kirche der Pfarrgemeinde.
Ehemalige Klosterkirche mit der Beweinung Christi von Tilman Riemenschneider, einem seiner bedeutendsten Werke. Eintritt frei.
Erste evangelische Pfarrkirche Würzburgs, seit 1803 in einer ehemaligen Benediktiner-Klosterkirche von 1789.
Gotische Kirche des Deutschen Ordens im Mainviertel, seit 1922 evangelisch genutzt.
Kloster in der Domerschulstraße, das Familienwochenenden und Kurse anbietet.
Evangelische Kirche in der Hofstallstraße, die in Würzburg vor allem als Konzertkirche bekannt ist.
Wer durch die Würzburger Altstadt läuft, kommt an den vier wichtigsten ohnehin vorbei, und sie liegen so dicht beieinander, dass man für alle zusammen keine Stunde braucht. Der Dom St. Kilian steht mitten in der Fußgängerzone, das Neumünster gleich dahinter, die Marienkapelle auf dem Marktplatz, das Käppele über dem Fluss auf dem Nikolausberg.
Der Dom ist der viertgrößte romanische Kirchenbau Deutschlands, und man sieht ihm an, dass er wiederaufgebaut wurde: außen romanisch, innen eine Mischung aus tausend Jahren, weil nach der Zerstörung 1945 nicht rekonstruiert, sondern weitergebaut wurde. Wer das als Bruch empfindet, hat den Bau verstanden.
Das Neumünster nebenan steht über der Stelle, an der die Frankenapostel Kilian, Kolonat und Totnan im Jahr 689 ermordet wurden. Hinter der Kirche liegt das Lusamgärtchen mit dem Gedenkstein für Walther von der Vogelweide, ein Innenhof von der Größe eines Wohnzimmers und einer der stillsten Orte der Altstadt.
Die Marienkapelle ist trotz ihrer Größe eine Kapelle geblieben, weil sie nie Pfarrkirche war. Am Nordportal stehen Adam und Eva von Tilman Riemenschneider, allerdings als Kopien: Die Originale hängen im Museum für Franken auf der Festung. Drinnen liegt Balthasar Neumann begraben, der Baumeister der Residenz.
Die Wallfahrtskirche auf dem Nikolausberg ist der einzige der vier Orte, für den man etwas tun muss. Hinauf führt der Stationsweg mit den Kreuzwegstationen, und der Aufstieg ist steil genug, dass man oben ankommt und erst einmal stehen bleibt. Von dort sieht man die Altstadt mit der Festung im Vordergrund, und das ist der Blick, der auf den Postkarten ist.
Gebaut hat die Kirche wieder Balthasar Neumann, was in Würzburg keine Überraschung mehr ist. Wer den Weg nicht laufen will, kommt mit dem Bus in die Nähe, verpasst dann aber den Grund, warum man hingeht.
17 Kirchen und Kapellen, jede mit Lage und, wo die Pfarrei sie nennt, mit Öffnungszeiten. Kirchen sind der seltene Fall, in dem eine fehlende Öffnungszeit die Angabe nicht wertlos macht: Die meisten sind tagsüber offen und kosten nichts, führen aber keine festen Zeiten. Wo wir keine geprüfte Angabe haben, steht deshalb keine.
Wer bei Regen in Würzburg unterwegs ist, hat hier die günstigste Lösung der Stadt: vier bedeutende Bauwerke in einer Viertelstunde Fußweg, alle ohne Eintritt.
Den Dom St. Kilian, weil er der viertgrößte romanische Kirchenbau Deutschlands ist, und die Marienkapelle wegen der Riemenschneider-Figuren am Portal. Wer Zeit für einen Aufstieg hat, nimmt das Käppele dazu, dort ist der Weg der eigentliche Grund.
Nein, der Besuch ist überall frei. Eintritt kosten nur die Museen, etwa das Museum für Franken auf der Festung.
Die meisten tagsüber, ohne feste Zeiten. Wo eine Pfarrei verbindliche Zeiten nennt, stehen sie beim Eintrag. Während der Gottesdienste ist eine Besichtigung nicht gern gesehen, das betrifft vor allem den Sonntagvormittag.