Wirtshäuser, Weinstuben und fränkische Küche. Die Kategorie, für die man herkommt.
Adressen und Zuordnung aus OpenStreetMap, © OpenStreetMap-Mitwirkende.
Öffnungszeiten, wo vorhanden, aus dem Google-Unternehmensprofil des Hauses.
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Die Rubrik, für die man nach Würzburg kommt
Fränkische Küche und Frankenwein gehören in Würzburg zusammen, und das sieht man an der Liste: Von den 62 Häusern führen viele den Wein im Namen. Das hat einen historischen Grund. Die drei großen Weingüter der Stadt gehören keinen Familien, sondern Stiftungen: dem Bürgerspital zum Heiligen Geist, dem Juliusspital und dem Staatlichen Hofkeller in der Residenz. Sie betreiben eigene Weinstuben, und deren Erträge finanzieren bis heute Alten- und Krankenpflege.
Auf dem Teller heißt fränkisch in Würzburg meistens Schäufele, Blaue Zipfel, Bratwurst vom Grill und im Herbst Zwiebelkuchen zum Federweißen. Dazu Silvaner, den Frankenwein in der Bocksbeutelflasche, deren bauchige Form für die Region geschützt ist. Wer das einmal richtig erleben will, geht nicht mittags, sondern abends und ohne Zeitdruck.
48 der 62 Häuser haben einen Außenbereich, 31 liegen innerhalb des Ringparks. Die Weinstuben in den Gassen der Altstadt sind dabei die engsten und oft die besten: Ein Innenhof mit sechs Tischen unter einer Rebe ist in Würzburg keine Seltenheit, steht aber in keiner Datenbank.
Weinstube, Wirtshaus, Heckenwirtschaft
Die drei Begriffe meinen nicht dasselbe. Eine Weinstube gehört meistens zu einem Weingut und schenkt dessen eigenen Wein aus, dazu gibt es eine kleine Karte. Ein Wirtshaus ist ein Gasthaus mit voller Küche, in dem auch Bier gezapft wird. Eine Heckenwirtschaft ist die fränkische Form des Buschenschanks: Ein Winzer darf für ein paar Wochen im Jahr eigenen Wein und einfache Speisen in den eigenen Räumen ausschenken. Die findet man eher in den Weinorten rundherum als in der Stadt.
In dieser Liste stehen Weinstuben und Wirtshäuser gemeinsam, weil die Trennung an der Tür oft nicht zu erkennen ist und für die Frage „wo esse ich heute Abend fränkisch“ auch nicht weiterhilft. Wer gezielt in eine Weinstube will, erkennt sie am Namen.
Häufige Fragen
Was ist typisch fränkisch zum Essen in Würzburg?
Schäufele, also die gepökelte und im Ofen gebratene Schweineschulter mit Kloß, dazu Blaue Zipfel als in Essigsud gegarte Bratwürste, im Herbst Zwiebelkuchen mit Federweißem. Getrunken wird Silvaner aus Frankenlagen, meistens trocken.
Welche Weingüter in Würzburg haben eine eigene Weinstube?
Das Bürgerspital am Theaterstraße-Eck, das Juliusspital an der Juliuspromenade und der Staatliche Hofkeller in der Residenz. Alle drei sind Stiftungsweingüter: Die Erträge fließen in soziale Aufgaben, nicht an Eigentümer.
Was ist ein Bocksbeutel?
Die bauchige, flache Flasche des Frankenweins. Ihre Form ist für den fränkischen Weinbau geschützt, sie darf also nicht beliebig verwendet werden. Wer in Würzburg einen Bocksbeutel auf dem Tisch stehen sieht, trinkt mit hoher Wahrscheinlichkeit Silvaner.