Kartoffelturm Randersacker
Der Turm über Randersacker, den hier alle Kartoffelturm nennen. Er ist zugleich der terroir-f-Platz zum Thema Wein-Geologie.
Weinort direkt vor der Stadt, vier Kilometer von der Würzburger Innenstadt, mit Steillagen bis an den Ortsrand. Hier steht das kleinste Bauwerk Balthasar Neumanns, sein eigener Gartenpavillon.
Bei uns: 2 Orte, 6 Häuser, alles einzeln geprüft.
Randersacker liegt am rechten Mainufer südlich von Würzburg, und der Ortskern ist nur vier Kilometer von der Würzburger Innenstadt entfernt. Man kommt mit dem Rad hin, in einer knappen halben Stunde am Fluss entlang. Zur Gemeinde gehört neben dem Hauptort das Pfarrdorf Lindelbach, oben auf der Höhe.
Trotz der Nähe fängt hinter dem Ortsschild ein anderer Maßstab an: Die Weinberge stehen direkt hinter den Häusern, und es sind Steillagen.
Urkundlich erwähnt wird Randersacker 1123. Älter ist die Würzburger Markbeschreibung vom 14. Oktober 779: Sie nennt an der Ortsgrenze einen Weingarten, und das gilt als der erste Nachweis für Weinbau auf Randersackerer Gemarkung. 1979 hat der Ort deshalb sein 1200-jähriges Weinjubiläum gefeiert.
Am 4. Juni 1451 gab Fürstbischof Gottfried IV. Schenk von Limpurg dem Ort eine Ratsverfassung und das Marktrecht, bestätigt wenige Wochen später von König Friedrich III. Daran erinnert bis heute der Fischmarkt, der jedes Jahr im Oktober auf dem Flecken stattfindet.
Die kurioseste Episode der Ortsgeschichte fällt ins 16. und 17. Jahrhundert. Randersacker gehörte weitgehend zum Hochstift Würzburg, war aber konfessionell geteilt: Der Mönchshof, seit etwa 1200 ein Hof des Zisterzienserklosters Heilsbronn, kam 1578 an die evangelischen Markgrafen von Ansbach. Weil beide Seiten zu verschiedenen Zeitpunkten auf den gregorianischen Kalender umstellten, wurde im Ort jedes Fest zweimal begangen.
Um 1750 baute sich Balthasar Neumann in Randersacker einen Gartenpavillon, seine private Rückzugsadresse und zugleich sein kleinstes Bauwerk. Es steht bis heute auf der ehemaligen Dorfmauer, mit schiefergedeckter Welscher Haube und kupfernen Firstvasen, gebaut aus Würzburger Werksandstein und Randersackerer Muschelkalk. Alle Maßverhältnisse folgen dem Goldenen Schnitt.
Die Pfarrkirche St. Stephanus daneben ist eine spätromanische Hallenkirche, die zugleich Kirchenburg war und die Julius Echter von Mespelbrunn Ende des 16. Jahrhunderts zur dreischiffigen Basilika erweitert hat.
Von Norden nach Süden heißen sie Teufelskeller, Pfülben, Lämmerberg, Marsberg, Sonnenstuhl und Dabug, dazu die Großlage Ewig Leben. Wer die Namen auf einem Etikett gelesen hat und sehen will, wo sie stehen, geht hinauf zum Kartoffelturm. Amtlich heißt er Sonnenstuhlturm, nach der Lage, in der er steht, und wer im Ort nach dem amtlichen Namen fragt, erntet erst einmal einen fragenden Blick. Er ist zugleich einer der terroir-f-Plätze im fränkischen Weinland, sein Thema ist die Geologie unter den Reben.
Was es sonst im Ort gibt, steht auf unserer Seite zum Ort Randersacker.
Das größere ist das Uferweinfest am Wochenende zum Monatswechsel Juli auf August, direkt am Main. Das kleinere heißt Wein am Main und liegt im Juni. Beide finden am Wasser statt, und darin liegt der Unterschied zu einem Fest auf dem Marktplatz: Man sitzt am Fluss und sieht gegenüber die Weinberge.
Für die Ortsgröße ist die Auswahl beachtlich, was am Wein und an der Nähe zur Stadt liegt: der Brunnenhof, der Gasthof Bären, das Hotel Demling und weitere Häuser, die unten auf dieser Seite stehen. Wer in Würzburg keine Unterkunft mehr findet, wird hier oft fündig und ist trotzdem in wenigen Minuten in der Stadt.
Mit dem Rad am Main entlang, das ist der schnellste und der schönste Weg. Mit dem Auto über die B13 oder die A3, Ausfahrt Randersacker. Und die Buslinien aus Würzburg halten im Ort.
Ersterwähnung, Markbeschreibung von 779, Marktrecht, konfessionelle Teilung, Gartenpavillon, Pfarrkirche und Weinlagen nach der deutschsprachigen Wikipedia (Artikel Randersacker), Fläche (16,20 Quadratkilometer) nach Wikidata, abgerufen am 10.09.2026. Angaben zu Kartoffelturm, Ort und Uferweinfest aus dem eigenen Bestand.
Der Turm über Randersacker, den hier alle Kartoffelturm nennen. Er ist zugleich der terroir-f-Platz zum Thema Wein-Geologie.
Winzerhof mit Gästezimmern in Randersacker am Mainufer, dazu Wohnmobilstellplätze.
Gasthof mit Hotel in Randersacker, mit fränkischer Küche und Tagungsräumen.
Studio für zwei Personen in Randersacker, mit Terrasse und Gartenzugang, Bus in fünf Gehminuten.
Aus Randersacker steht bei uns bisher kein einziger Termin. Das liegt nicht daran, dass dort nichts stattfindet, sondern daran, dass Kirchweih, Feuerwehrfest und Vereinsjubiläum nirgends im Netz stehen, wo man sie automatisch abholen könnte. Sie stehen am Schaukasten und im Mitteilungsblatt.
Wenn Sie so einen Termin kennen, tragen Sie ihn ein. Das dauert zwei Minuten, kostet nichts, und wir sehen ihn uns an, bevor er erscheint. Wer für eine Gemeinde oder einen Verein schreibt und uns regelmäßig etwas schicken möchte, meldet sich am besten direkt.