Fledermaus-Lehrpfad am Burkarder See
Kleiner Park am Burkarder See im Mainviertel: sechs Tafeln über Fledermäuse, künstliche Quartiere und der Rest eines alten Schifffahrtskanals. Eintritt frei.
Das Wichtigste auf einen Blick
| Adresse | Grünanlage am Burkarder See, am Burkarder Tor neben der Jugendherberge, Mainviertel |
|---|---|
| Eintritt | Eintritt frei, öffentliche Grünanlage der Stadt. |
| Anfahrt | Die Bushaltestelle Leistenstraße liegt direkt am Eingang, als zweite nennt die Stadt die Haltestelle Löwenbrücke. Von der Alten Mainbrücke sind es zu Fuß rund 500 Meter durch das Mainviertel. |
| Parken | Die Stadt nennt den Parkplatz vor der Sparkasse an der Mergentheimer Straße, gleich neben dem Eingang. |
| Anreise | Route planen bei Google Maps, ab Ihrem Standort |
Geprüft am 26.10.2026, Quelle: Umweltstation der Stadt Würzburg, Handreichung „Erlebnis Würzburger Stadtnatur“ (Stand Februar 2018) und Faltblatt „Fledermäuse in Würzburg“ (Stand Dezember 2024), Faltblatt der Stadt zu den Fledermäusen der Festung. Eröffnung und Geschichte des Kanals: WürzburgWiki und wuerzburg24.com. Tafeln und Eingang: OpenStreetMap, abgerufen am 26.10.2026. Nicht vor Ort geprüft.
Warum sich das lohnt
Direkt am Burkarder Tor, neben der Jugendherberge, liegt die kleine Grünanlage am Burkarder See. Auf rund 0,3 Hektar hat die Stadt hier im November 2017 einen Lehrpfad über Fledermäuse eröffnet.
Was man hier findet
Sechs Tafeln stehen an einem kurzen Rundweg, das Wegenetz misst 220 Meter. Fünf handeln von den Tieren: wie sie jagen, wie sie den Winter verschlafen, woran man ihre Sommerquartiere erkennt und wie man ihnen hilft. Die sechste erzählt vom Kanal, von dem der Teich übrig ist.
In der Anlage hängen künstliche Fledermausquartiere, und die Stadt lädt ausdrücklich dazu ein, sie zu suchen. Dazu gehört eine Detektorstation. Sie macht in den Abendstunden von Frühjahr bis Herbst die Rufe jagender Fledermäuse hörbar, die für menschliche Ohren zu hoch sind.
Warum gerade hier
Der Park liegt auf dem ehemaligen Burkarder Umlaufkanal. Zwischen 1680 und 1893 umfuhren Schiffe auf ihm das Streichwehr oberhalb der Alten Mainbrücke. Ein Stück führte als Tunnel unter der Burkarder Bastion hindurch, und die Tafel am Weg nennt ihn Europas ältesten Kanaltunnel.
Nach dem Krieg wurde der Kanal verfüllt, der Teich ist der Rest davon. Seine feuchten Gewölbe dienen Fledermäusen heute als Winterquartier. Die Stadt beschreibt die Anlage so: Auf engstem Raum findet eine Fledermaus hier alles, was sie zum Überleben braucht.
Was man vorher wissen sollte
Wer die Fledermäuse fliegen sehen will, kommt in der Dämmerung, von Frühjahr bis Herbst. Tagsüber schlafen die Tiere, dann bleiben Tafeln, Teich und die Suche nach den Kästen. Ob die Detektorstation gerade läuft, haben wir nicht vor Ort geprüft.
Für Schulklassen aus Würzburg bietet die Umweltstation der Stadt kostenfrei Lerneinheiten zum Thema an, dazu eine GPS-Rallye, die zum Umlaufkanal führt. Von Mai bis September gibt es für Klassen abendliche Exkursionen mit Ultraschalldetektoren. Termine vergibt die Umweltstation unter 0931 37 44 00.
Wo in Würzburg noch Fledermäuse leben
Ein international bedeutendes Quartier liegt auf dem Berg darüber. In den Gewölben der Festung Marienberg überwintern mindestens sechs der 14 Arten, die in Würzburg nachgewiesen sind. Darunter ist die vom Aussterben bedrohte Mopsfledermaus. Wegen der Fledermäuse gehört die Festung zum europäischen Schutzgebietsnetz Natura 2000.
Im Ringpark steht eine weitere Tafel zu den Fledermäusen der Stadt. Und wer in der Nähe übernachten will: Die Jugendherberge liegt direkt nebenan.
Gut zu wissen
Die Wege sind laut Stadt nur eingeschränkt barrierefrei, mit Steigungen bis etwa 20 Prozent. Am Eingang steht ein Drehkreuz, Kinderwagen kommen durch eine Schleuse daneben. Öffnungszeiten für die Anlage nennt die Stadt nicht, und ob Hunde mitdürfen, haben wir nicht gefunden.
Für diesen Ort haben wir noch kein Foto. Du warst schon dort und hast eins? Schick es uns, wir nennen dich als Urheber.
Liegt gleich daneben
Jugendkulturhaus Cairo
Konzerte, Theater und Partys im Mainviertel, dazu offene Kurse von der Töpferei bis zum Improtheater. Getragen von der Stadt, seit 1987.
St. Burkard
Romanische Kirche im Mainviertel, deren Chor über eine Straße reicht, benannt nach dem ersten Würzburger Bischof.