Würzburg barrierefrei: Häuser, Orte und was die Angaben wert sind
In Würzburg gibt es acht Häuser, bei denen Inklusion nicht ein Zusatz ist, sondern der Betrieb selbst. Dazu kommen 22 Orte und 101 Lokale und Unterkünfte mit barrierefreiem Zugang. Diese Seite führt sie zusammen und sagt dazu, worauf man sich verlassen kann und worauf nicht.
Acht Häuser, bei denen Inklusion das Programm ist
Diese Häuser schreiben es selbst auf ihre Seiten, und deshalb steht es hier:
CaféXperiment in der Koellikerstraße nennt sich "das diskriminierungsfreie Café in Würzburg". Es versteht sich als Zuhause auf Zeit, mit Spielen, Büchern und WLAN, und formuliert seinen Anspruch so: Alle sind willkommen, von Abrahams Wurstkessel bis ins hohe Alter.
Café Senza Limiti in der Augustinerstraße heißt übersetzt "ohne Grenzen" und ist ein barrierefreies Inklusionscafé mit sizilianischem Einschlag.
Bistro Belvedere an der Skyline-Hill-Straße: Dort arbeiten nach eigener Angabe Menschen mit und ohne Behinderung im Service, in der Küche und an der Theke zusammen. Dazu gibt es eine Terrasse mit Blick über die Stadt.
Café Drei Eichen in Rottenbauer gehört zur Arche gGmbH und ist Teil ihrer Behindertenhilfe. Der Mittagstisch läuft täglich von 11.30 bis 14 Uhr zu günstigen Preisen.
Café Marie in der Jägerstraße gehört zum Marie-Juchacz-Haus der AWO und versteht sich als Treffpunkt in der Zellerau.
Café Perspektive am Waldkugelweg gehört zum BRK und ist ein Ausflugslokal am Waldrand, offen für Wanderer und für Besucher des Waldfriedhofs.
Café Mares in der Domerschulstraße macht bei der Barrierefreiheit das, was sonst kaum ein Haus tut: Es wird konkret. Dazu unten mehr.
Ausbildungshotel St. Markushof in Veitshöchheim gehört zur Caritas-Don Bosco und ist ein Haus, in dem junge Menschen ihren Beruf lernen. Wer dort übernachtet, ist Teil einer Ausbildung.
Theater Augenblick gehört ebenfalls hierher und ist der bemerkenswerteste Eintrag dieser Liste: nach eigener Angabe das einzige inklusive Theater Bayerns, seit 1998, heute im Kulturspeicher.
Orte, die barrierefrei zugänglich sind
Die großen Häuser der Stadt sind es fast alle. Aus unserem Bestand:
Museen und Bühnen: Museum im Kulturspeicher, Museum am Dom, Martin-von-Wagner-Museum, Mainfranken Theater, Theater am Neunerplatz, Posthalle, Central im Bürgerbräu, CinemaxX.
Sehenswürdigkeiten: Residenz mit Hofgarten, Dom St. Kilian, Alte Mainbrücke, Alter Kranen, Bürgerspital, Juliusspital, Shalom Europa.
Zum Baden und für Kinder: das Nautiland und drei Spielplätze, der Ami-Spielplatz, das Bewegungsfeld und das Versunkene Schiff.
Die Festung Marienberg steht nicht auf dieser Liste, und das hat einen Grund: Der Aufstieg ist steil, das Gelände ist historisch, und wer hinauf will, informiert sich besser vorab beim Haus selbst.
Essen, trinken, übernachten
101 Betriebe sind bei uns als barrierefrei zugänglich erfasst, die größten Gruppen darunter 30 Cafés, 15 Hotels, 12 fränkische Wirtshäuser. Der Rest verteilt sich quer über alle Küchen. Sie lassen sich über den Filter auf Essen und Trinken und Übernachten finden.
Gefiltert wird dabei auf "ja", nicht auf "nicht nein": Ein Haus, bei dem die Angabe fehlt, taucht im Filter nicht auf. Das ist Absicht. Wer nach barrierefrei sucht, will keine Überraschung an der Tür.
Was diese Angabe wert ist, und was nicht
Das ist der wichtigste Abschnitt dieser Seite.
"Barrierefrei" ist kein einheitlicher Begriff. Ein Haus mit einer Rampe am Eingang ist nicht dasselbe wie eines mit einer rollstuhlgerechten Toilette, und beides ist nicht dasselbe wie ein Haus, in dem zwischen den Tischen genug Platz für einen Rollator ist. Unser Feld kennt diesen Unterschied nicht. Es hat einen Wert: ja, nein oder unbekannt.
Woher die Angaben stammen: überwiegend aus OpenStreetMap und aus Google-Unternehmensprofilen, nicht aus eigener Anschauung. Von 496 Betrieben ist das Feld bei 260 überhaupt gefüllt. Die übrigen sind nicht "nicht barrierefrei", sondern ungeprüft.
Ein Haus macht es anders, und daran lässt sich zeigen, wie eine brauchbare Angabe aussieht: Das Café Mares schreibt auf seine Seite, dass es eine rollstuhlgerechte Toilette gibt, Türöffner auf geeigneter Höhe, und an wie zwischen den Tischen genug Platz für Rollstühle und Rollatoren. Das sind drei Angaben statt eines Hakens, und sie beantworten die Frage wirklich.
Deshalb die ehrliche Empfehlung: Wer auf Barrierefreiheit angewiesen ist, nimmt diese Liste als Vorauswahl und ruft vorher an. Eine Datenbank kann sagen, wo man suchen sollte. Ob es passt, sagt nur das Haus.
Wo etwas fehlt
Diese Seite ist so gut wie ihre Daten, und die haben Lücken. Wenn dir auffällt, dass eine Angabe nicht stimmt oder eine fehlt, sag es uns: Auf jeder Seite steht unten ein Kasten "Stimmt hier etwas nicht?". Wir prüfen es an der Quelle und ändern die Seite.
Das gilt in beide Richtungen. Ein Haus, das barrierefrei ist und bei uns nicht so steht, verliert Gäste. Und eines, das bei uns so steht und es nicht ist, schickt jemanden vor eine Stufe.
Die genannten Orte bei uns
- Festung Marienberg: Die Burg über der Stadt, mit dem besten Blick auf Würzburg und dem Museum für Franken. Kernburg zurzeit wegen Bauarbeiten gesperrt.
- Alte Mainbrücke: Das Wahrzeichen der Stadt: eine Steinbrücke aus dem 15. Jahrhundert mit zwölf Heiligenfiguren, seit 1990 ohne Autos, und der Ort für den Brückenschoppen.
- Dom St. Kilian: Die Bischofskirche mitten in der Fußgängerzone, außen romanisch, innen eine Mischung aus tausend Jahren.
- Alter Kranen: Barocker Hafenkran von 1773, gebaut vom Sohn Balthasar Neumanns. Heute der Ort, an dem abends alle am Wasser sitzen.
- Juliusspital: Stiftung von 1579, gegründet von Fürstbischof Julius Echter. Ihr Weingut ist das zweitgrößte Deutschlands.
- Bürgerspital: Bürgerstiftung von 1316, die bis heute Altenpflege betreibt und dafür eines der ältesten Weingüter Deutschlands bewirtschaftet.
- Shalom Europa: Jüdisches Museum mit mittelalterlichen Grabsteinen von europäischem Rang, im Gemeindezentrum an der Valentin-Becker-Straße.
- Martin-von-Wagner-Museum: Universitätsmuseum im Südflügel der Residenz, Antikensammlung und Gemäldegalerie, Eintritt frei.
- Museum im Kulturspeicher: Kunst des 19. und 20. Jahrhunderts in einem umgebauten Getreidespeicher am Alten Hafen, mit einer der größten Sammlungen konkreter Kunst in Europa.
- Museum am Dom: Wegen Generalsanierung geschlossen, die Wiedereröffnung ist für 2028 geplant.
- Nautiland: Das Erlebnisbad mit der größten Saunalandschaft der Stadt, täglich bis 22 Uhr. Abgerechnet wird nach Stunden.
- Ami-Spielplatz: Öffentlicher Spielplatz in Würzburg.
- Bewegungsfeld: Öffentlicher Spielplatz in Würzburg.
- Central im Bürgerbräu: Programmkino auf dem Bürgerbräu-Gelände, getragen von einer Genossenschaft, mit Filmen im Original und Untertiteln.
- Mainfranken Theater: Das Stadttheater mit Musiktheater, Schauspiel, Tanz und Orchester. Gespielt wird bis auf Weiteres im Kleinen Haus, das Stammhaus wird saniert.
- Posthalle: Konzerthalle im ehemaligen Briefsortierzentrum neben dem Hauptbahnhof, mit bis zu 180 Veranstaltungen im Jahr.
- Theater am Neunerplatz: Private Bühne in der Zellerau, im Wohnviertel statt im Zentrum.
- Theater Augenblick: Das einzige inklusive Theater Bayerns, seit 1998, jetzt im Kulturspeicher.
Woher die Zahlen kommen: theater-augenblick.de, abgerufen am 01.09.2026: das einzige inklusive Theater Bayerns, seit 1998, heute im Kulturspeicher. Eigener Bestand, Stand 05.09.2026: 101 Betriebe und 22 Orte mit barrierefrei = ja, das Feld ist bei 260 von 496 Betrieben gefüllt. Die Angaben zu den einzelnen Häusern stammen aus deren eigenen Websites, siehe die jeweilige Betriebsseite. Die Barrierefreiheitsangaben selbst kommen überwiegend aus OpenStreetMap (ODbL) und aus Google-Unternehmensprofilen. Zuletzt geprüft am 05.09.2026.