Kartoffelturm Randersacker
Der Turm über Randersacker, den hier alle Kartoffelturm nennen. Er ist zugleich der terroir-f-Platz zum Thema Wein-Geologie.
Die gestalteten Aussichtsplätze in den fränkischen Weinbergen, sortiert nach der Fahrzeit ab Würzburg. Jeder hat ein eigenes Thema und ein eigenes Bauwerk, vom begehbaren Eichhörnchennest bis zur Plattform in Form eines liegenden Bocksbeutels.
19 Orte, 19 kostenlos. Sortiert nach der Fahrzeit mit dem Auto ab Würzburg, das nächste zuerst.
Der Turm über Randersacker, den hier alle Kartoffelturm nennen. Er ist zugleich der terroir-f-Platz zum Thema Wein-Geologie.
Eine Plattform wie ein kleines Amphitheater über der Altstadt, dazu eine Stahlwand, die erklärt, wie man Rebsorten auseinanderhält.
Ein Skulpturenpark im Siegelswäldchen: sieben Künstler, lebensgroße Figuren aus Stahl, Holz, Muschelkalk und Ton.
Ein Platz über dem Escherndorfer Lump, einer der heißesten Lagen Frankens. Thema ist der Klimawandel im Weinberg.
Das Vinomax, ein Holzbau in Form eines Schneckenhauses, benannt nach einem Fossil aus dem Muschelkalk. Thema ist die Weinforschung.
Ein Balkon über den Reben am Würzburger Stein, mit dreizehn Stelen zu Dichtern, die über Wein geschrieben haben.
Bronzefiguren von Ariadne und Dionysos im Weinberg über Thüngersheim. Thema ist der Wein in der griechischen Mythologie.
Eine Plattform, die über dem Boden schwebt, damit der Trockenrasen darunter bleibt. Die Lage wurde 2020 zur schönsten Weinsicht Frankens gewählt.
Der Vogelsangbalkon über den Weinbergen. Thema ist die Rolle von Kaisern, Königen und Fürsten im fränkischen Weinbau.
Der Kobel, ein begehbarer Aussichtsbau in Form eines Eichhörnchennests, mit begrüntem Dach. Thema ist die Ökologie im Weinberg.
Ein sechzehn Meter langes Wandgemälde über die Menschen hinter dem Wein, mit fränkischem Humor gemalt.
Ein weißer runder Pavillon am Schwanberg, der die Landschaft rahmt wie ein Fernglas. Thema ist der Silvaner.
Eine Aussichtsplattform in Form eines liegenden Bocksbeutels, die über den Rebzeilen zu schweben scheint.
Der erste Platz der Reihe: ein Rundturm mit den Entfernungen zu den Weinregionen der Welt, dazu ein Stelengarten.
Drei Muschelkalkblöcke als Altar unter freiem Himmel, dahinter das Abendmahl von Leonardo als riesiger Scherenschnitt.
Ein Geländer, das beim Aufstieg 8.000 Jahre Weingeschichte erzählt, auf einer der höchsten Rebflächen Frankens.
Rote Stelen im Weinberg über Ramsthal. Thema sind die alten Erziehungsformen der Rebe und der Gemischte Satz.
Vier Hörstationen über der ältesten Weinstadt Frankens, mit Blick auf Altstadt, Schloss Saaleck und die Vorrhön.
Ein offener Pavillon mit Bänken und Tischen unter der Burg Hoheneck. Thema ist, wie aus Trauben Wein wird.
Es sind Aussichtsplätze in den fränkischen Weinbergen, die eigens dafür gebaut wurden, die Landschaft zu zeigen und dabei etwas über den Wein zu erzählen. Jeder Platz hat ein eigenes Thema, und jeder hat ein eigenes Bauwerk dazu. In Rimpar steht ein begehbarer Rundbau in Form eines Eichhörnchennests, in Großlangheim eine Plattform als liegender Bocksbeutel, in Thüngersheim ein Holzhaus, das einem Fossil aus dem Muschelkalk nachempfunden ist.
Getragen wird das Ganze von der Bayerischen Landesanstalt für Weinbau und Gartenbau in Veitshöchheim zusammen mit dem Fränkischen Weinbauverband. Der erste Platz wurde 2012 in Iphofen eröffnet, der bislang letzte im September 2025 im Abt-Degen-Weintal. Alle sind frei zugänglich, kosten nichts und haben keine Öffnungszeiten.
Erkennbar sind sie schon von weitem an drei Fahnen. Wer im Weinberg unterwegs ist und die sieht, ist richtig.
Die Plätze unterscheiden sich stärker, als die gemeinsame Marke vermuten lässt, und die Fahrzeit ist dabei nur die halbe Antwort. 8 der 19 Plätze liegen innerhalb einer halben Stunde, der nächste 11 Minuten entfernt, der fernste 62. Das trennt den Feierabend vom Tagesausflug.
Bei Regen bleiben drei übrig. Der Kobel in Rimpar ist überdacht und von innen begehbar, das sechzehn Meter lange Wandgemälde in Nordheim steht unter einem Dach, und in Ipsheim gibt es einen offenen Pavillon mit Bänken und Tischen. Alle anderen sind Plattformen unter freiem Himmel.
Mit Kindern funktionieren die Plätze am besten, an denen es etwas zu sehen statt zu lesen gibt: der Skulpturenpark in Sommerhausen, das Wimmelbild in Nordheim, die Bronzefiguren von Ariadne und Dionysos über Thüngersheim. Stelen mit Text sind für Erwachsene gemacht, und das merkt man nach zwei Minuten.
Wer mehrere an einem Tag sehen will, fährt nicht sternförmig von Würzburg aus, sondern in eine Richtung. Am Main südlich liegen Randersacker, Eibelstadt, Sommerhausen und Frickenhausen auf einer Linie. Im Kitzinger Land liegen Iphofen, Rödelsee, Großlangheim und Markt Einersheim in einem Umkreis von fünf Kilometern, zwei davon in Sichtweite zueinander am Schwanberg.
19 Plätze mit eigener Seite, jeder mit seinem Thema, dem Bauwerk, der Weinlage und der Fahrzeit ab Würzburg. Die Angaben stammen von den Standortseiten des Projekts, die Lagen aus OpenStreetMap, die Fahrzeiten aus einer Routenberechnung auf denselben Daten.
Insgesamt gibt es 22 Plätze. Drei davon führen wir nicht: Alzenau und Churfranken bei Erlenbach liegen am Untermain, das Abt-Degen-Weintal in den Haßbergen. Von Würzburg aus ist das jeweils gut eine Stunde in die falsche Richtung, und über Gegenden zu schreiben, in denen wir nicht waren, ist nicht der Sinn dieser Seite. Ihre Themen der Vollständigkeit halber: Arbeiten im Weinberg in Alzenau, Weinterrassen in Churfranken, Wein und Biodiversität im Abt-Degen-Weintal.
Was auf keiner unserer Seiten steht, sind Eröffnungsjahre und die Namen der Architekten. Die offiziellen Standortseiten nennen sie nicht, und eine plausible Jahreszahl ist schlimmer als keine.
Eine Reihe von 22 gestalteten Aussichtsplätzen in den fränkischen Weinbergen. Jeder liegt in oder über einem Weinberg, jeder behandelt ein eigenes Thema rund um den Wein, und jeder hat dafür ein eigenes Bauwerk. Getragen wird das Projekt von der Bayerischen Landesanstalt für Weinbau und Gartenbau und dem Fränkischen Weinbauverband. Der erste Platz entstand 2012 in Iphofen.
Einen eigenen deutschen Begriff dafür gibt es nicht. Terroir fasst alles zusammen, was einem Wein seinen Charakter gibt: das Gestein, den Boden darauf, das Kleinklima der Lage, die Neigung des Hangs und die Art, wie dort seit Generationen gearbeitet wird. Das kleine f steht für Franken.
Wie im Französischen, also etwa "terrwahr", mit Betonung auf der zweiten Silbe und ohne hörbares r am Ende. Das f dahinter wird einfach als Buchstabe gesprochen.
Nichts. Alle Plätze sind frei zugänglich, haben keine Öffnungszeiten und keine Tür. Sie liegen allerdings mitten im Weinberg, die letzten Meter geht man zu Fuß, und die Wege sind teils steil und nicht befestigt.
Der Literaturbalkon in der Lage Würzburger Stein ist der einzige auf Stadtgebiet und zu Fuß vom Alten Kranen aus erreichbar. Mit dem Auto ist der Kartoffelturm über Randersacker schneller da, weil man zum Stein um den ganzen Berg herumfahren muss.