Würzburger Rathaus mit Vierröhrenbrunnen
Der Grafeneckart ist der älteste erhaltene weltliche Bau der Stadt, seit 1316 Rathaus. Im Erdgeschoss erinnert ein Raum an die Zerstörung Würzburgs im März 1945.
Das Wichtigste auf einen Blick
| Adresse | Rückermainstraße 2, 97070 Würzburg |
|---|---|
| Eintritt | Kostenlos zugänglich |
| Anfahrt | Am Fuß der Alten Mainbrücke, drei Minuten vom Marktplatz und ebenso weit von der Brücke. Die Straßenbahn hält direkt davor an der Haltestelle Rathaus. |
| Anreise | Route planen bei Google Maps, ab Ihrem Standort |
| Zeit einplanen | etwa 20 Minuten |
Geprüft am 23.08.2026, Quelle: Baugeschichte nach dem Wikipedia-Artikel "Rathaus Würzburg", abgerufen am 27.08.2026. Lage aus OpenStreetMap (ODbL).
Warum sich das lohnt
Das Würzburger Rathaus ist kein Gebäude, sondern ein Haufen davon, über siebenhundert Jahre zusammengewachsen. Der älteste Teil heißt Grafeneckart und ist der älteste erhaltene weltliche Bau der Stadt: romanisch, ursprünglich der Hof des bischöflichen Stadtgrafen. 1316 kaufte ihn die Bürgerschaft und machte ihn zum Rathaus, und das ist er bis heute geblieben.
Der Turm bekam 1456 eine Uhr und eine Glocke, die zugleich Feuerglocke war. Westlich schließt der Rote Bau an, 1659 fertiggestellt, mit einer Giebelfassade und Fratzen an den Arkadenschlusssteinen. An seiner Eingangspforte sind Jahreszahlen eingeritzt: Hochwasserstände des Mains.
Davor steht der Vierröhrenbrunnen. Zusammen mit dem Rathaus bildet er einen der Plätze, an denen man in Würzburg stehen bleibt, ohne es sich vorgenommen zu haben. Beides liegt auf dem Weg vom Marktplatz zur Alten Mainbrücke, man kommt ohnehin vorbei.
Was man vorher wissen sollte
Im Erdgeschoss des Grafeneckart liegt ein Dokumentationsraum zur Bombardierung vom 16. März 1945, mit einem Modell der zerstörten Innenstadt. Er ist kostenlos, klein und der ernüchterndste Ort der Altstadt: Man sieht in zwanzig Minuten, warum von der Stadt, durch die man gerade läuft, kaum etwas original ist.
Das Rathaus lässt sich vom Grafeneckart bis zur Rückermainstraße durchqueren, es ist also auch eine Abkürzung. Im Südflügel liegt der neue Ratssaal mit Fresken zur Stadtgeschichte, im Keller der Ratskeller als Gaststätte.
Es ist ein Verwaltungsgebäude, kein Museum. Wer den Dokumentationsraum sehen will, geht zu den üblichen Bürozeiten hin.
Bilder: Daniel Werner (eigene Aufnahme)
Was hier demnächst stattfindet
Liegt gleich daneben
Marienkapelle
Spätgotische Kirche mitten auf dem Marktplatz, mit Kramläden in der Außenwand, einem Riemenschneider-Grabmal und der Gedenkplatte für Balthasar Neumann.
Falkenhaus am Markt
Die Rokokofassade am Marktplatz, dahinter die Tourist Information mit dem Ticket Service und die Stadtbücherei.