Nikolaustor
Stadttor der Heidingsfelder Befestigung, die fast vollständig erhalten ist: acht Meter hohe Mauern und vierzehn Türme.
Das Wichtigste auf einen Blick
| Adresse | Am Nikolaustor, 97084 Würzburg |
|---|---|
| Eintritt | kostenlos, von außen zu sehen |
| Anfahrt | Nächste Straßenbahnhaltestelle: Reuterstraße, rund 100 Meter. Mit dem Auto vom Residenzplatz rund 9 Minuten. |
| Anreise | Route planen bei Google Maps, ab Ihrem Standort |
| Zeit einplanen | etwa 15 Minuten |
Geprüft am 27.08.2026, Quelle: Angaben zu Tor, Stadtmauer und Eingemeindung nach dem WürzburgWiki (Artikel Nikolaustor, Heidingsfelder Stadtmauer und Heidingsfeld) und der deutschsprachigen Wikipedia, abgerufen am 27.08.2026. Ein Baujahr des Tors nennt keine der Quellen.
Gotische Architektur (Wikidata, Stand 10.08.2026 Nächste Haltestelle und Entfernung aus OpenStreetMap (ODbL) über Overpass, gemessen am 11.09.2026.)
Warum sich das lohnt
Heidingsfeld war bis Ende 1929 eine eigene Stadt und ist erst zum 1. Januar 1930 nach Würzburg eingemeindet worden. Erst dadurch wurde Würzburg Großstadt: 5.700 Einwohner und 2.466 Hektar kamen auf einen Schlag dazu. Die Einheimischen sagen bis heute Hätzfeld, und der Ort ist älter als vieles in Würzburg selbst, urkundlich erwähnt 779 und seit 849 als Königsgut nachweisbar.
Stadtrecht bekam Heidingsfeld 1367, und im selben Jahr begann der Bau der Befestigung: sechs bis acht Meter hohe Mauern, vierzehn Türme, Wall und Wassergraben, dazu drei Tore. Das Nikolaustor war der nördliche Zugang, also der aus Richtung Würzburg.
Ein Baujahr für das Tor selbst gibt es nicht. Es stammt aus der zweiten Hälfte des 14. oder aus dem 15. Jahrhundert, gebaut aus unverputztem Kalkbruchstein. Erhalten sind die Rundbogenöffnung mit den steinernen Angeln, in denen die Torflügel hingen, und der Stufengiebel. Auf der Feldseite sitzt eine Nische mit einem Relief, das einen doppelköpfigen Adler und einen stehenden Löwen zeigt.
Was man vorher wissen sollte
Das Tor allein ist kein Ausflug wert. Die Befestigung drumherum schon: Die Heidingsfelder Stadtmauer ist nahezu vollständig erhalten, und das ist für einen Stadtteil ungewöhnlich, der 1945 zu neunzig Prozent zerstört wurde.
Zu sehen sind unter anderem der Salmannsturm im Osten und der Stegenturm im Westen, beides Rundtürme mit Kegeldächern auf den höchsten Punkten, dazu Dollturm, Klingentor, Oberes Tor und zwei Wehrbrücken über den Heigelsbach mit Wehrgang und Satteldach. Von 2005 bis 2007 wurde die Mauer renoviert.
Wer den Altort umrundet, den die Einheimischen Städtle nennen, hat in einer guten halben Stunde eine mittelalterliche Stadtbefestigung abgelaufen. Das geht in Würzburg selbst nirgends mehr.
Bilder: Tilman2007 (CC BY-SA 3.0) Zugeschnitten und in der Größe geändert.
Liegt gleich daneben
Schlangenspielplatz
Öffentlicher Spielplatz im Würzburger Stadtteil Heidingsfeld, Bolzplatz gleich daneben.